Dienstag, 15. Oktober 2019

Sprechende Zeigetafeln



die Zeigetafel mit METACOM Symbolen in der Flüchtlingsarbeit 2015, um Transitflüchtlingen schnell eine einfache Möglichkeit an die Hand zu geben, wichtige Bedürfnisse mitteilen zu können.
Die Tafel steht hier als Download zur Verfügung: https://www.metacom-symbole.de/downloads/download_fremdsprachen.html
Ähnliche Zeigetafeln werden mit angepassten Inhalten bei Patienten im Krankenhaus eingesetzt, wenn sie z.B. aufgrund von Beatmung oder Schlaganfall mit Aphasie nicht sprechen können oder eine Sprache sprechen, die vom Klinikpersonal nicht verstanden wird. Auch für Kinder, die sich verbal nicht ausreichend verständlich machen können, kann eine Zeigetafel eine erste Möglichkeit zur Kommunikation sein.
Mit transparenten AnyBook-Stickern und Tonaufnahmen versehen wird aus einer Zeigetafel eine sprechende Zeigetafel.

Dienstag, 8. Oktober 2019

iOS 13 und macOS Catalina: Apple führt umfassende Sprachsteuerung ein


04.06.2019 - 11:29 Uhr
Datenschutz, Privatsphäre, Einfachheit und Inklusion dürften Apples Schlagwörter für neue Funktionen sein. Während Apples Bemühungen um eine erhöhte Datensicherheit stets im Vordergrund stehen, arbeitet das Unternehmen ebenfalls an zahlreichen Neuerungen für Menschen mit Behinderungen. Mit macOS Catalina, iOS 13 sowie iPadOS wird das Unternehmen daher eine tiefgreifendere Sprachsteuerung einführen.
Nicht jeder Nutzer kann sich so glücklich schätzen und Geräte
ADVERTISEMENT
 mit seinen Händen verwenden oder auch die Displayinhalte sehen. Apple bemüht sich daher schon seit Jahren, damit die besonderen Umstände keine Nachteile für die betroffenen Anwender nach sich ziehen. Daher arbeitet man seit jeher an zahlreichen Bedienungshilfen. Mit iOS 13, iPadOS und macOS Catalina wird man wohl die größte Bedienungshilfe einführen.

Sprachsteuerung für ... alles

Wie Apple gestern bekanntgab, wird man mit den neuen Betriebssystem eine Sprachsteuerung einführen, mit der sämtliche Funktionen von Mac, iPhone und iPad verwendet werden können. Sagen Sie Siri, was Sie möchten, und schon wird die entsprechende Aktion ausgeführt. Laut Apple lässt sich jeder Button und jede Funktion, die man sieht, per Sprache ansteuern. Dies soll zudem auch nahtlos zwischen den Geräten funktionieren, sodass Sie einfach vom Mac zum iPhone springen können. 

LESETIPP

 Funktionen sein. Während Apples Bemühungen um eine erhöhte Datensicherheit stets im Vordergrund stehen, arbeitet das Unternehmen ebenfalls an zahlreichen Neuerungen für Menschen mit Behinderungen. Mit macOS Catalina, iOS 13 sowie iPadOS wird das Unternehmen daher eine tiefgreifendere Sprachsteuerung einführen.
Nicht jeder Nutzer kann sich so glücklich schätzen und Geräte mit seinen Händen verwenden oder auch die Displayinhalte sehen. Apple bemüht sich daher schon seit Jahren, damit die besonderen Umstände keine Nachteile für die betroffenen Anwender nach sich ziehen. Daher arbeitet man seit jeher an zahlreichen Bedienungshilfen. Mit iOS 13, iPadOS und macOS Catalina wird man wohl die größte Bedienungshilfe einführen.

Sprachsteuerung für ... alles

Wie Apple gestern bekanntgab, wird man mit den neuen Betriebssystem eine Sprachsteuerung einführen, mit der sämtliche Funktionen von Mac, iPhone und iPad verwendet werden können. Sagen Sie Siri, was Sie möchten, und schon wird die entsprechende Aktion ausgeführt. Laut Apple lässt sich jeder Button und jede Funktion, die man sieht, per Sprache ansteuern. Dies soll zudem auch nahtlos zwischen den Geräten funktionieren, sodass Sie einfach vom Mac zum iPhone springen können. 


eine externe Festplatte oder einen USB Stick mit einem iPad mit Lightning Anschluss verbinden


Mit iPadOS 13 ist es nun möglich geworden, externe Speichermedien mit USB Anschluss am iPad zu benutzen. Besonders komfortabel und ohne zusätzliches Equippement geht das mit dem neuen USB C Anschluss. Diesen haben aber bisher nur die neuen iPad Pros. Wie man vorgehen muss, wenn man noch ein Gerät mit Lightning Anschluss hat, beschreibe ich im Video.

Samstag, 28. September 2019

MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular


Vorschau: MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular - geschnittenVorschau: MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular ungeschnittenVorschau: MetaTalkDE 6x11 Buch zum VokabularVorschau: MetaTalkDE 6x11 Buch zum VokabularVorschau: MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular
MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular - geschnitten
 
MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular ungeschnitten
 
MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular
 
MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular
 
MetaTalkDE 6x11 Buch zum Vokabular
Vokabular"
MetaTalkDE ist eine symbolbasierte iPad App mit Sprachausgabe zur Unterstützten Kommunikation. Dieses Buch enthält einen grossen Teil der Seiten des Vokabulars MetaTalkDE 6x11 (ohne alphabetisch sortierte Seiten, gebeugte Verben und Grammatik-Popups). Als Ringbuch im A5 Formatist es handlich und doch genug gross, um die Symbole gut zu erkennen.
Das Buch ersetzt nicht die App, kann aber hilfreich sein, wenn sie einmal nicht zur Verfügung steht, z.B. weil ein Gerät defekt ist. Bezugspersonen können mit Hilfe des Buches das Vokabular kennenlernen und es zum Modeln nutzen.
Zur leicheteren Orientierung wurden die Buchseiten mit Reitern versehen. Diese erleichtern den schnellen Zugriff auf die pragmatischen Seiten sowie die Unterseiten zu einzelnen Kategorien.
Das Buch wird ohne geschnittene Reiter verkauft. Untenstehend findet sich eine Anleitung zum Schneiden der Reiter.
Es gibt zwei Varianten des Buches: Buch mit normalem Papier (135g) sowie mit wasserfestem Synthetikpapier.
Buchidee & Umsetzung: Nina Fröhlich
Vokabular & METACOM Symbole: Annette Kitzinger
Ausführung:Ringbuch
Bebildert:mit METACOM Symbolen
Größe:A5
Seitenanzahl:190

Montag, 23. September 2019

Welttag der Gebärdensprache

Heute ist Welttag der Gebärdensprache ❤️
Auch in der Unterstützten Kommunikation gibt es Gebärden.
Gemeint ist hier nicht die Deutsche Gebärdensprache (DGS), sondern der Einsatz einzelner Gebärden, die parallel zur Lautsprache genutzt werden. Weil sie die Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten unterstützen, sind diese lautsprachbegleitenden Gebärden eine Kommunikationshilfe, die für junge Kinder ebenso wie für schlecht verständlich sprechende Menschen jeden Alters gut geeignet sind.
Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. bietet zum Thema verschiedene Kurse an.
Mehr Informationen findest du auf unserer Homepage
www.gesellschaft-uk.de

Sonntag, 22. September 2019

­ Martinstift-Symposion am 11. Oktober im Brucknerhaus Linz zum Thema „Hart aber HERZLICH“ Engagiert begleiten - trotz harter Rahmenbedingungen.




Das Martinstift Symposion 2019 beschäftigt sich mit der Frage, wie das „Besondere“ in der Pflege und Begleitung, trotz harter Rahmenbedingungen gelingen kann. Wie kommt trotz der bestehenden Herausforderungen Leichtigkeit, Atmosphäre, Humor in die Arbeit? 

  • Dr. Christoph Zulehner, Stratege, Positionierungsexperte Top-Speaker, wird über das Berufsbild und das Selbstverständnis in der sozialen Arbeit refererieren.
  • Dr.in Steffi Burkhart, Speakerin, Autorin und Botschafterin der Generation Y, verrät, welche Ansprüche an Einrichtungen im Sozialbereich in Bezug auf die Lebensentwürfe der nachkommenden Mitarbeitenden gestellt werden.
  • Priv.-Doz. Dr. Jürgen Wallner, MBA , Bereichsleitung Ethik Barmherzige Brüder Österreich, betrachtet das Thema in seinem Beitrag „Menschenrecht statt Aufsichtspflicht“ von der Menschenrechtsebene.
  • Michael Trybek, Führungskräftetrainer, Autor und therapeutischer Clown, beschäftigt sich mit der heilsamen und stärkende Kraft von Humor.
  • Filmbeitrag „Sarah stellt Fragen“: Was macht engagierte Begleitung in der Realität von Institutionen tatsächlich aus?  Dieser Frage geht die begeisterte Journalistin Sarah Eibensteiner, begleitete Mitarbeiterin in der Mediengruppe der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks, nach.

Das Martinstift-Symposion ist im Sinne der Fortbildungsverpflichtung im Rahmen des Sozialbetreuungsberufegesetzes und als Fortbildung im Rahmen der Fortbildungsverpflichtung gemäß § 63 GuKG anrechenbar.

Programm

Freitag, 11. Oktober
09:00
Begrüßung und Eröffnung
09:15
"ZUSAMMENHALT. Von der Arbeitsteiligkeit zur Ko-Kompetenz"
Dr. Christoph Zulehner
10:15
"Die spinnen, die Jungen!? Eine Gebrauchsanweisung für die Generation Y und Z "
Dr.in Steffi Burkhart
11:10
Pause
12:10
"Fail Safe & Optimierungsauftrag: Menschenrechte müssen lästig sein"
Priv.-Doz. Dr. Jürgen Wallner, MBA
12:50
"SCHLUSS MIT LUSTIG? Die heilsame und stärkende Kraft von Humor"
Michael Trybek
13:35
Filmbeitrag "Sarah stellt Fragen" 

Mittwoch, 11. September 2019

MetaTalkDE Update

Vor ein paar Tagen erschien ein MetaTalkDE Update. Was ist neu?
• Man kann nun die Auslösezeit für den langen Tastendruck anpassen (in der Einstellungen App unter MetaTalkDE).
• Das Menü zum Kopieren der Symbolpfade in der Suchfunktion und in den Popups erscheint nur noch im Editiermodus (Bleistifttaste antippen...), da dies eine Betreuerfunktion ist und es bei Nutzern manchmal zu versehentlichem Auslösen in den Popups kam.
• Anpassungen des Layouts an das abweichende Seitenverhältnis beim iPad Pro 11
• Kleinere Fehlerbehebungen.


Freitag, 6. September 2019

METACOM Stempel Autismusverlag

METACOM Stempel 
Mit unserer Stempelpresse machen wir nicht nur Fremdaufträge, sondern wollen auch METACOM Symbol-Stempel herstellen. Welche Stempel würdest Du brauchen? Wir freuen uns, wenn Du uns deine Inputs bei unserer Umfrage mitgibst. Die Umfrage findest Du hier:https://findmind.ch/c/HlOXiPKK85


Donnerstag, 8. August 2019

Selbstgespräche Technologie kann Gedanken lesen und hörbar machen

Nicht alle Gedanken in unserem Kopf sind für die Öffentlichkeit bestimmt. Manche würden wir aber gerne festhalten für später. Wie praktisch wäre es, dann etwas zu haben, das unsere Gedanken direkt aufzeichnet. Genau so ein Gerät hat ein 24-Jähriger jetzt entwickelt.
Alter Ego ist ein tragbares Gerät, das hörbar macht, was wir denken. Die Technologie macht sich die Tatsache zunutze, dass unser Gehirn Signale an die Stimmbänder, den Hals und die Zunge sendet – und zwar egal, ob wir laut sprechen oder nur leise in unserem Kopf Selbstgespräche führen.
Das Wearable Alter Ego kann diese Signale abgreifen und mit Hilfe einer Künstlichen Intelligenz (KI) bestimmten Worten zuordnen. Der Träger oder die Trägerin des Geräts kann dann die Transkription der Worte über ein Headset hören. Das leitet die Antworten der KI direkt durch die Gesichtsknochen ins innere Ohr, so dass sie für Außenstehende unhörbar sind.
Entwickelt hat Alter Ego der 24-jährige Forscher Arnav Kapur. Der schreibt gerade am Massachusetts Institut for Technology (MIT) seine Doktorarbeit und hat in seinem noch jungen Forscherleben schon so einiges erfunden: Er hat eine Drohne aus dem 3D-Drucker entworfen, eine Audio-Technologie entwickelt, die sehbehinderten Menschen erzählt, wie die Welt um sie herum so aussieht. Und er hat am Mondfahrzeug Indus mitgearbeitet, das Indien im September 2019 auf den Mond schicken will.
Mit Alter Ego hat Arnav Kapur gerade den "Use it!" Lemelson-MIT Student Prize für innovative Technikprodukte gewonnen.

Hilfe für Menschen mit Sprachstörungen

Arnav Kapur gibt die Genauigkeit seines Systems mit 92 Prozent an. Das hat er bei mehreren Experimenten getestet – zuletzt in verschiedenen Rehabilitationszentren in Boston. Dort hat er Alter Ego mit Menschen ausprobiert, die Sprachstörungen haben, zum Beispiel aufgrund eines Schlaganfalls oder durch geschädigte Nerven im Gehirn oder Rückenmark. Die können ihre Sprechmuskeln zwar nicht mehr richtig nutzen, aber die Hirnsignale, die sie beim Denken aussenden, sind noch zu 100 Prozent intakt. Deswegen kann das Wearable erkennen, was sie sagen wollen und das in Sprache übersetzen.
Arnav Kapur kann sich aber auch die ganz alltägliche Nutzung von Alter Ego vorstellen. Er sagt, mit seinem Device habe man das perfekte Gedächtnis. Er hofft, dass es dazu beiträgt, dass Menschen KI nicht mehr als so bedrohlich empfinden, wenn sie verstehen, wie es unser tägliches Leben bereichern kann.
Ob das tatsächlich so ist, bleibt fraglich. Denn es lässt sich leicht erkennen, wo das Missbrauchspotential liegt. Zum Beispiel, wenn die Anwendung vom Militär oder von Ermittlungsbehörden in Diktaturen genutzt würde. Bis Alter Ego auf den Markt kommt, wird es noch eine Weile dauern. Aber Arnav Kapur hat es bereits zum Patent 

Dienstag, 6. August 2019

Sprachforscher Webseite

Yippie - die neue Sprachforscher  Webseite ist online. Mit der Lokomotive Schorschi Schnaufi spielerisch den Sch-Laut entdecken.
Wie gefällt euch unsere neue Website?
http://www.dersprachforscher.at/index.php?id=59

Freitag, 2. August 2019

Forscher leiten Sprache aus Hirnsignalen ab


Menschen, die die Fähigkeit zu sprechen verloren haben, müssen bisher Sprachassistenten oft per Augenbewegung oder Tastatureingabe steuern. Das erlaubt zwar eine Verständigung, aber nur langsam. Eine Sprachprothese wäre eine große Hilfe.

Bisher müssen Menschen, die nicht mehr sprechen können, sich mühsam über Sprachassistenten verständigen, die sie per Augenbewegung oder Tastatureingabe steuern. Nun schaffen es Forscher, Signale des Gehirns in Sprache zu übersetzen. Nächstes Ziel: die Entwicklung einer "Sprachprothese".
Forscher sind dem Ziel vom Gedankenlesen offenbar ein Stück näher gekommen: Erstmals sei es möglich, gehörte oder gesprochene Informationen aus einer Unterhaltung anhand der Messung von Hirnaktivitäten zu entschlüsseln, berichten Wissenschaftler um Edward Chang von der University of California in San Francisco. Die Erkenntnisse sollen helfen, eine der menschlichen Kommunikation angepasste Sprachprothese zu entwickeln, schreiben die Forscher im Fachblatt "Nature Communications".
Ein deutscher Experte spricht von einer "sehr spannenden Entwicklung". Chang und seine Mitarbeiter seien weltweit führend darin, Sprache aus Hirnsignalen zu decodieren, sagt Tonio Ball von der Uniklinik Freiburg, der nicht an der Arbeit beteiligt war.

"Bedeutende Verbesserung der Lebensqualität"

Das Verfahren könnte nach Angaben von Chang und Kollegen eines Tages Menschen helfen, die wegen eines Schlaganfalls oder neurodegenerativer Erkrankungen wie etwa Amyotropher Lateralsklerose (ALS) ihre Sprechfähigkeit verloren haben. "Die Wiederherstellung begrenzter kommunikativer Fähigkeiten ist mit einer bedeutenden Verbesserung der Lebensqualität verbunden. Doch es gibt bisher keine Sprachprothese, die so schnell ist wie eine menschliche Unterhaltung", schreiben die Forscher.
imago74570277h.jpg
Eine Sprachprothese soll Gedanken von Menschen als Sprache wiedergeben können.
(Foto: imago/Ikon Images)
Bisher müssen Betroffene Sprachassistenten oft per Augenbewegung oder Tastatureingabe steuern. Das erlaubt zwar eine Verständigung, aber nur langsam. Eine ideale Sprachprothese sollte nach Ansicht der Forscher Gedanken von Menschen als Sprache wiedergeben können - möglichst in Echtzeit.
Für ihr Programm untersuchten die Wissenschaftler drei Menschen, die wegen einer Epilepsie direkt auf dem Kortex, also der Großhirnrinde, aufliegende Elektroden-Matten trugen. Die Elektroden zeichneten die Hirnaktivität - insbesondere des Sprach- und Hörzentrums - zunächst während einer nachgestellten Unterhaltung auf. Dazu hörten die Teilnehmer Fragen wie "Welches Musikinstrument hören sie gerne?". Anschließend mussten sie aus einer vorgegebenen Auswahl von Antworten, die auf dem Bildschirm angezeigt wurde, eine wählen und sprechen - etwa "elektrische Gitarre".
Währenddessen maßen die Forscher per Elektrokortikogramm (ECoG) die elektrischen Impulse der Nervenzellen, die beim Hören und Sprechen aktiviert wurden. Aus den Messwerten bestimmte das Team mithilfe einer Software, welche Fragen die Teilnehmer gehört oder welche Antworten sie gegeben hatten. In mehr als 85 Prozent der Fälle ermittelten die Wissenschaftler korrekt, ob die Teilnehmer eine Frage gehört oder eine Antwort gegeben hatten.
Die richtige Antwort konnte das Verfahren dann zuverlässiger abschätzen, wenn bekannt war, welche Frage gestellt worden war. Je besser das Programm mit der Zeit verschiedene neuronale Muster auseinander halten konnte, desto zuverlässiger konnte es auch die Antworten vorhersagen. Insgesamt war es den Wissenschaftlern zufolge möglich, bis zu 61 Prozent der gehörten und bis zu 76 Prozent der gesprochenen Antworten richtig zu entschlüsseln. Die zufällige Trefferquote lag demnach bei 7 und bei 20 Prozent.

Nur drei Teilnehmer

Die Zahl von nur drei Teilnehmern erschwert es jedoch, generelle Schlüsse zu ziehen. Auch Aussagen, wie sich die Lage der Elektroden auswirkt, lassen sich nur schwer treffen - obwohl das den Forschern zufolge große Bedeutung haben könnte. "Weitere Verbesserungen bei der Spracherkennung würden die Leistungsfähigkeit eines Entschlüsselungsprogramms deutlich verbessern", schreibt das Team.
Trotz dieser Unsicherheit glauben die Wissenschaftler, dass die Ergebnisse ein wichtiger Schritt hin zu einer Sprachprothese sind. "Die Ergebnisse zeigen, dass es möglich ist, Sprache in Echtzeit und während einer Unterhaltung zu entschlüsseln", schreiben sie. "Das hat eine große Bedeutung für Patienten, die nicht in der Lage sind, sich zu verständigen."

"Konzeptionell und handwerklich sehr gute Arbeit"

Der Freiburger Experte Ball von der Klinik für Neurochirurgie spricht von einer konzeptionell und handwerklich sehr guten Arbeit. "Das Innovative ist, dass man sich an der natürlichen Kommunikation orientiert hat", sagt der Neurologe. "Der Wechsel von Frage und Antwort hilft dabei, Hirnsignale zuverlässig zu interpretieren."
Die Studie biete einen Fortschritt, allerdings gebe es noch viel Spielraum nach oben. Optimieren lasse sich etwa die Aufzeichnung der neuronalen Muster beim Hören und Sprechen - dafür seien die Elektroden-Matten für Epilepsie-Patienten nicht ausgelegt. "Die Technologie ist noch lange nicht ausgereizt", sagt Ball. Auch könnten Methoden der Künstlichen Intelligenz die Auswertung der Hirnsignale möglicherweise noch deutlich verbessern.